Der "Mühlenverein" des PZK

In den 70er Jahren bildeten sich in der CP Dreieich aus verschiedenen Interessen-gruppen Gilden. So gab es z. B. eine Bergsteigergilde, eine Volkstanzgilde, eine Werkgilde, eine Funkergilde, eine Baugilde, sowie natürlich auch die Seepfadfinder- & Kanugilde (SKG Dreieich). Die Mitglieder dieser Gilden waren überwiegend Mitglieder der einzelnen Stämme der CP Dreieich, aber auch Mitglieder befreundeter Bünde (CP Deutschlands, CP 21, CP Gralsritter, Solmser Pfadfinderschaft, CP Deutschlands, VCP etc.).

Erstes Treffen an der Kirchhofsmühle Mitte der 80er Jahre.
Erstes Treffen an der Kirchhofsmühle Mitte der 80er Jahre.

1979 begannen erste Verhandlungen zum Erwerb der Mühle. Am 1.7.1986 erwarb der Verein Christliche Pfadfinderschaft Dreieich - Pfadfinderzentrum Kirchhofsmühle e.V. in Erbpacht die Kirchhofsmühle. Bereits ein Jahr zuvor im Jahre 1985 wurde das erste Mühlenfest in Weilburg veranstaltet. An diesem stellte unser ehemaliger Bundesführer Alfred Thomin genannt "teddy" auf dem Mühlengelände das Großprojekt des Pfadfinderzentrum Kirchhofsmühle für die CP Dreieich vor.

Kirchhofsmühle vor dem Umbau der neuen Wasserkraftanlage im Jahr 2012. Im Vordergrund die ehemalige Selinsche Werkstatt für Lampenschirme. Diese wurde in 2013/2014 im Zuge des Neubaus der Wasserkraftanlage abgerissen.
Kirchhofsmühle vor dem Umbau der neuen Wasserkraftanlage im Jahr 2012. Im Vordergrund die ehemalige Selinsche Werkstatt für Lampenschirme. Diese wurde in 2013/2014 im Zuge des Neubaus der Wasserkraftanlage abgerissen.

Da die erhoffte Förderung für den Ausbau des gesamten Gebäudes ausblieb, starb Anfang der 90er Jahre das Großprojekt Pfadfinderzentrum Kirchhofsmühle. 

 

In 2008 wurde die Mühle von der Pfadfinderschaft an den Eigentümer rückübertragen. Im Dezember 2014 erfuhr die Mühle größere Umbauten und die beiden alten Turbinen wurden durch eine moderne Kaplan-Turbine ersetzt. Mit dem Umbau ging auch die Errichtung einer Fischaufstiegs- und -abstiegstreppe, eines Aalrohrs und eines Rechens einher, wodurch die Mühle mit ihrem angeschlossenen Wehr für aquatische Lebewesen passierbar wurde und die Tiere nicht mehr von der Turbine angesaugt werden. Das Einsetzen der neuen Turbine senkte die emittierten Betriebsgeräusche merklich ab. Im Zuge der Umbaumaßnahmen sollten daher zusätzlich Wohnungen in das alte Hauptgebäude errichtet werden. Der Ausbau unterblieb aus Kostengründen. Heute steht die historischen Mühle leer. Das Projekt Pfadfinderzentrum Kirchhofsmühle lebt in den beiden vollständig ausgebauten und in 2015 renovierten Selbstversorgerhäusern Auberge St. Bernhard und Auberge teddy sowie dem Zeltplatz auf der Mühleninsel der Kirchhofsmühle weiter!

Erster Besuch an der Kirchhofsmühle in Weilburg Mitte der 80er Jahre
Erster Besuch an der Kirchhofsmühle in Weilburg Mitte der 80er Jahre